Über mich

Geboren am 17. November 1969, wuchs ich in einer renovierten alten Wassermühle in Andelfingen im Zürcher Weinland auf. Nach dem Besuch des humanistischen Gymnasiums in Winterthur begann ich mein Theologiestudium zuerst in Zürich, setzte es dann in Wien und schliesslich an der Humboldt-Universität in Berlin fort.

Johann Sebastian Bach

Die Kirchenmusik Johann Sebastian Bachs, die philosophischen Fragen, das Interesse an den alten Sprachen, das Lesen der Bibel und eindrückliche menschliche Bekanntschaften führten mich zum Entschluss, noch vor der Volkswirtschaft Theologie zu wählen. Nach dem Vikariat bei Pfr. Hans Stickelberger am Grossmünster arbeitete ich zwei Jahre in der reformierten Kirchgemeinde Zumikon. Zugleich nahm ich meine Tätigkeit als Armeeseelsorger (damals noch «Feldprediger» genannt) in der Artillerie-Rekrutenschule auf.

Mein Tätigkeitsschwerpunkt in den Stadtzürcher Kichgemeinden Paulus und Hottingen lag bei der Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen: Ihnen dabei zu helfen, den Zugang zu ihren Innenräumen zu finden und zugleich den Schatz der biblischen Traditionen weiterzugeben. Daneben beschäftigte mich der Gottesdienst, den ich gerne feiere und brauche. Er gibt mir Kraft für all die Tätigkeiten eines Pfarrers. Aus diesem Grunde nahm ich im Sommer 2012 die Herausforderung an, für die ganze Zürcher Landeskirche das Handlungsfeld "Verkündigung und Gottesdienst" in der kirchenrätlichen Verwaltung - den sogenannten Gesamtkirchlichen Diensten - systematisch aufzubauen.

Reformierte Identität lernte ich als weitherzige Freiheit und mutiges Bekenntnis kennen und schätzen, wie sie Bullinger in der apostolischen Kirche der ersten Jahrhunderte als gemeinsame Wurzel aller Christen suchte und fand. In der Kollegialität mit den anderen zum Dienst berufenen Pfarrerinnen und Pfarrern, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und im Zusammenleben mit der Gemeinde wünsche ich mir, etwas von diesem Geist zu spüren und zu vermitteln. Als Religionslehrer an der Kantonsschule Hohe Promenade arbeitete ich viele Jahre zusammen mit meinem katholischen Kollegen am Aufbau eines Mittelschulfoyers.

Zürich gefällt mir als Stadt mit hoher Lebensqualität ausgesprochen gut. Im Sommer überquere ich den Zürichsee zwischen Utoquai und Enge wenn immer möglich jeden Tag schwimmend. In meiner Freizeit liebe ich das Reisen. Ausgedehnte Erkundungen in Afrika, Arabien und Südamerika führten mich zu Kulturen, die mir sehr lieb geworden sind. So sind mir auch ökumenische Kontakte und interreligiöse Dialoge von dieser Seite her wichtig. Neben meiner Tätigkeit als Gemeindepfarrer und Religionslehrer hatte ich leitende Aufgaben in der Stadtzürcher Strukturreform, beim Aufbau einer interorganisationalen Arbeitsgruppe aus Stadtverwaltung, römisch-katholischem und evangelisch-reformiertem Stadtverband rund um die Fragen der Zürcher Sakralbauten und als Mitherausgeber der grossen Mitgliederstudie ("Sinusstudie") der Zürcher Kirche inne.